BLASTIKBlasmusikperformance mit Vereinsgründungsliveshow |
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NATIONALTHEATER 2.-4. & 9.-11. Dezember 2010, 20 Uhr Reichenbergerstrasse 177, 10999 Berlin Eingang über die Galerie in der Adalbertstr. 96 U-Bahn Kottbusser Tor ![]() Fotos: Stephan Lohse gefördert von der Initiative Neue Musik Berlin e.V. ![]() |
Neues Musiktheater von und mit Daniël Ploeger, Samuel Stoll und Mariel Jana Supka mit Musik von Nevzat Akpinar, George Brecht, Joseph Kudirka, Phill Niblock, Antje Vowinckel u.a. Der Gründungsboom verschiedenster Vereine ging mit der Etabilierung von Nationalstaaten einher. Jeder Bürger hat das Recht, sich zu einem bestimmten Zwecke mit Gleichgesinnten zu einen. Vereine sind Teil unserer Identität, hier engagiert man sich in einer Gruppe oder pflegt ein definiertes Brauchtum. Musik-Vereine und besonders Blasorchester stehen in jener traditionspflegenden Identitätsvergewisserung. Das Bild von Gesellschaft, das durch Blasmusikvereine suggeriert wird, entspricht jedoch nur wenig den Lebensumständen, in denen wir uns heute bewegen. BLASTIK geht der Frage nach, ob sich die Bedürfnisse und Erwartungen, die innerhalb der Musikvereinskultur befriedigt werden, auch mit einer, auf der musikalischen und performativen Ebene zeitgemäßen Auseinandersetzung mit Blasmusik vereinen lassen. Warum zeichnet sich die Zuwanderung nicht auch in Blasorchestern ab? Wozu spielt man heute noch Märsche? Hat das Konzept Heimat noch Relevanz? Gibt es auch Bedürfnisse Gefühle der Entfremdung, des Fernwehs, der Vereinsamung, der Krise zu thematisieren und ihnen auch musikalisch Ausdruck zu verleihen? Unter diesen Gesichtspunkten werden ausgesuchte zeitgenössische und speziell für diesen Anlass komponierte Musikstücke für Bläser erarbeitet und szenisch umgesetzt. Wobei das streng festgeschriebene Ritual der Vereinsgründung den formalen Rahmen bildet.
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